Worauf sollte man bei einem Roller Kauf achten?
Motorroller und Mopeds sind beliebte Zweitfahrzeuge. Besonders die günstige Versicherung macht sie attraktiv. Doch worauf muss beim Kauf eines Rollers und der Anmeldung geachtet werden?
Motorroller und Moped sind vor allem als Zweit- und Zusatzfahrzeuge beliebt. Sie sind verhältnismäßig günstig in Anschaffung und Unterhalt. Ferner können sie in der Regel mit dem Autoführerschein gefahren werden. Jugendliche können bereits im Alter von 16 Jahren einen entsprechenden Führerschein zum Fahren eines Rollers erwerben. Für Kleinkrafträder, wie die Fahrzeuge im Amtsdeutsch heißen, fallen außerdem keine Steuern an. Sie müssen nicht einmal auf der Zulassungsstelle angemeldet werden. Lediglich eine Haftpflichtversicherung muss auch für Kleinkrafträder abgeschlossen werden, bevor sie im öffentlichen Straßenvekrehr bewegt werden dürfen. Die Auswahl an unterschiedlichen Anbietern für neue und auch gebrauchte Roller ist groß und oftmals unübersichtlich.
Vor dem Roller Kauf sollten gewisse Eckdaten der Nutzung feststehen, um sich auf dem Markt zu orientieren. Wichtig ist zunächst, dass alle Roller, die über einen Hubraum von mehr als 50 Kubikzentimetern verfügen, keine Kleinkrafräder sind. Sie müssen als Leichtkrafträder oder Motorräder angemeldet werden und bedingen auch einen entsprechenden Führerschein. Ferner darf bei Neufahrzeugen eine zulässige bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern nicht überschritten werden. Ausnahmen von diesen Regelungen gelten nur für Fahrzeuge, die vor 1992 in den Verkehr gekommen sind.
Soll das Fahrzeug vornehmlich für den schnelleren Stadtverkehr eingesetzt werden, kann sich ein Zwei-Takt-Motor anbieten. Er fährt sich für gewöhnlich spritziger und mit höherer Drehzahl, auch ist er etwas sparsamer und technisch einfacher konstruiert. Jedoch muss bei ihm stets Öl mit ins Benzin gemischt werden, was erstens umständlich sein kann und zweitens den Kraftstoffpreis in die Höhe treibt. Ein Viertaktmotor ist vor allem angeraten, wenn mit dem Roller auch längere Distanzen oder Strecken über Land zurückgelegt werden sollen. Er läuft ruhiger und braucht kein Mischöl. Allerdings ist er normalerweise wartungsintensiver und verbraucht tendentiell mehr Kraftstoff. Es gibt Roller inzwischen sowohl mit Automatikgetriebe als auch mit Fuß- und vereinzelt mit Handschaltung zu kaufen. Hierbei gilt, dass eine manuelle Schaltung ein sportlicheres Fahren ermöglicht und den Benzinverbrauch senkt. Andererseits ist ein Automatikgetriebe wesentlich komfortabler. Vor allem für Anfänger auf dem Zweirad ist ein Fahren ohne Schalten sehr angenehm. Doch das Automatikgetriebe zeigt sich oftmals auch als wichtiger Faktor in der Wartung, vor allem wenn ein Wechsel des Getriebeöls ansteht. Bei der Bauweise gibt es zahlreiche unterschiedliche Designs. Während der klassische Motorroller einen meist in Eisenblech ausgeführten Rumpf hatte, sind heute viele Fahrzeuge mit Plastikverkleidung im Handel. Die Verkleidung mit Plastik ist zwar leichter und hält Witterungseinflüssen über lange Zeit besser Stand, ist aber bei weitem nicht so stabil und so widerstandsfähig wie die Karosse von Metallmodellen.