Argentinische Staatsanleihen bergen Risiken und Chancen
Nachdem Argentinien nicht mehr die Schulden bedienen konnte, sind die Anleihen des Staates stark in der Wertung gesunken. Dementsprechend hoch war die Rendite, für den Fall, dass die Schulden bedient werden.
Staatsanleihen oder Staatsobligationen bezeichnen kurz-, mittel- oder langfristige Obligationen (Schuldverschreibungen), welche vom Staat und anderen staatlichen Einrichtungen ausgegeben werden. Wie dies bei jeder Anleihe üblich ist, besteht auch bei Staatsanleihen die Möglichkeit eines Adressausfallrisikos, wenn Kapital oder Zinsen nicht zum vereinbarten Zeitpunkt oder nicht vollständig beglichen werden können.
Das Risiko wird mittels einer Ratingagentur sowie von institutionellen Einrichtungen eingeschätzt. Abhängig von der Bonität des Staates und dem erhaltenen Rating entrichtet der jeweilige Staat einen Risikoaufschlag für seine Staatsanleihen. Staatsanleihen sind in der Währung des emittierenden Landes oder in einer stabileren Fremdwährung verfügbar. Wenn Staatsanleihen in einer anderen Währung erstanden werden, so gesellen sich zusätzlich zur Rendite und zu dem Risiko eines Zahlungsausfalles die Bewegungen der Wechselkurse, die für den Schuldner vorteilhaft, aber auch nachteilhaft verlaufen können.
Normalerweise findet eine Auszahlung der Zinsen jährlich oder quartalsweise statt. Der Zweck von Staatsanleihen ist es, dass der Staat Darlehen von privaten Investoren erhält. Aus diesem Grund werden in regelmäßigen Abständen weitere Staatsanleihen emittiert. Als Emittent wird derjenige bezeichnet, der eine Anleihe ausgibt beziehungsweise auflegt. Ein Anleger sollte argentinische Staatsanleihen aussuchen, die die gewünschte Rendite abwirft und eine Laufzeit hat, die den Vorstellungen des Anlegers entsprechen.