- macht den feinen Unterschied

Hundehaltung in Mietwohnung benötigt einige Planung

Ein Hund braucht viel Auslauf. Dennoch möchten sich viele Menschen, die in einer gemieteten Wohnung leben, durch den begrenzten Platz nicht an der Anschaffung eines Hundes hindern lassen.

Für viele Personen stellt sich die Frage, ob die Hundehaltung in Mietwohnung vertretbar ist. Dort stehen ihm nur ein stark begrenzter Auslauf und wenig Bewegungsfreiraum innerhalb der Wohnung zur Verfügung. Man kann ihn bei dringendem Bedarf nicht kurz vor die Tür lassen, sondern muss mit ihm gemeinsam hinausgehen. Oft muss man dafür viele Treppen überwinden, was bei manchen Hunden problematisch sein kann. Außerdem können in einer Mietwohnung Nachbarn und Vermieter Einwände gegen die Hundehaltung haben. Trotz dieser Schwierigkeiten möchten sich viele Wohnungsmieter das Leben mit dem Vierbeiner nicht nehmen lassen. Sie vertreten die Ansicht, dass es für einen Hund kein Problem sei, auf engem Raum mit der Familie zusammenzuwohnen, sofern er ausreichend Auslauf bekommt. Wenn er täglich mehrere große Spaziergänge einlegt, sollte es nicht schädlich für ihn sein, sich den Rest des Tages auszuruhen. Außerdem sind Hunde menschenbezogene Rudeltiere, die gewöhnlich gerne im engen Kontakt mit den Besitzern wohnen.

Möchte man einen Hund in der Mietwohnung halten, sollte man aber zuerst abklären, ob der Vermieter eine Haustierhaltung erlaubt. Im Mietvertrag sind die Bedingungen nachzulesen und ein Gespräch mit dem Vermieter verschafft Klarheit. Oft kann es auch hilfreich sein, mit den Mitmietern zu reden und ihre Zustimmung einzuholen. Das kann sowohl den Vermieter überzeugen als auch spätere Probleme und Unstimmigkeiten vermeiden.

Als Nächstes gibt es einige praktische Fragen zu klären. Man muss überlegen, ob die Wohnung hundegeeignet ist und beispielsweise keine Gefahr von Balkons, Fenstern oder Ähnlichem ausgeht. Da einige Hunde Angst vor Treppen haben, ist es von Vorteil, wenn der Weg zur Wohnung nicht über zu viele, enge Aufstiege erfolgt. Besonders Wendeltreppen oder solche mit Freiraum zwischen den Stufen machen viele Hunde unsicher. Lassen sich solche Wege nicht vermeiden, kann man sich unter Umständen im Vorhinein über den Charakter des Hundes informieren und eine langsame Gewöhnung an die neue Situation einplanen. Eine zweite Frage ist, wie der Hund mit den anderen Personen im Haus klarkommt. Ist er aggressiv oder ängstlich, sollte man sich im Vorhinein über das Verhalten bei Begegnungen im Flur verständigen. Es hilft, wenn die Nachbarn über die Eigenarten des Hundes Bescheid wissen und entsprechende Rücksicht nehmen. Hier können höfliche Anfragen große Vorteile bringen. Weitere Schwierigkeiten könnte die Angewohnheit vieler Hunde darstellen, zu bellen, wenn sie im Haus Geräusche hören oder Nachbarn an der Wohnung vorbei gehen. Das kann bei vielen Personen auf Missfallen stoßen. Auch hier ist die Lösung in einer überlegten und vorsichtigen Eingewöhnung des Hundes und in der Kommunikation mit den Mitmietern zu suchen.

Sind all diese Angelegenheiten geklärt und wird die Wohnsituation als geeignet für den Hund eingeschätzt, müssen die direkten Vorbereitungen für die Ankunft des Haustiers getroffen werden. Ein Schlafplatz muss eingerichtet werden und die tägliche Verpflegung sowie die Durchführung der Spaziergänge muss organisiert werden.